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Die Italiener aus dem Hause Terroway haben geschlagen drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres viel beachteten Debüts "Blackwaters" endlich zum zweiten Schlag ausgeholt.

Für mein Verständnis ließ sich das Quartett aus Sardinien damit etwas zu viel Zeit. Die Zeichen standen seinerzeit sehr gut. Schade, wenn man sich als Band mühevoll einen Status erspielt hat, jedoch Mangels Popularität über die Jahre fast in Vergessenheit gerät. Ich hatte die Jungs schon nicht mehr auf dem Schirm, als Anfang des Jahres die frohe Kunde vom neuen Album ins Haus flatterte.

Damit es für die verbliebenen Fans noch etwas schwerer wird, haben Terrorway im Vorfeld gleich noch eine Kurskorrektur angekündigt. Zitat: "We think that this record sounds very different from his predecessor 'Blackwaters'. We changed a lot of things for what concerns our musical style and experimented a lot more than in the past... to cut it short… it will come as a real surprise for our fans!"

Man muss der englischen Sprache nicht vollends mächtig sein, um herauszulesen, dass die neue Scheibe sich sehr vom Vorgänger unterscheidet, viel geändert und experimentiert wurde und es tatsächlich eine Überraschung für die Fans sein wird. Mutig, wie ich meine. Nun, Terrorway haben aber ein Ass im Ärmel. Im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen, schaffen sie es, egal was sie auch verzapfen, der Musik Seele einzuhauchen. Natürlich war ich nach den ersten Minuten erst einmal geplättet. Doch meine Verwunderung kehrte sich schnell in Staunen um. Technisch haben sich die Jungs enorm weiterentwickelt, sodass sie selbst Ausflüge in den Prog-Bereich nicht scheuen brauchen. Terrorway würzen ihren einst so brutalen Mix aus Groove und Modernen Elementen zusätzlich mit Progressiven Finessen. Überall da, wo sich noch Licht durch Soundlücken an die Oberfläche arbeitet, ersticken sie dieses durch allerhand Effekte, die zu keinem Zeitpunkt kitschig oder deplatziert wirken. Sänger, Schreihals und Wüterich Andrea (seit 2015 dabei) schimpft sich dabei so derart fies durch seine Gesangsparts, dass mir nicht nur einmal 'nen krankes Grinsen über die Larve klettert. Aber auch ruhigere Passagen meistert Andrea solide. Je länger ich dem Treiben auf "The Second" zuhöre, desto mehr wird mir klar, dass das gewöhnungsbedürftige Material gut, vielschichtig und ausgereift klingt. Möglicherweise hat es ja deshalb drei Jahre gedauert.

 

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May 28, 2016 Visits: 277